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Reise-Ratgeber

Mit dem Auto nach Frankreich: Reifen-Checkliste vor der Abfahrt

Eine Frankreich-Reise ist etwas Wunderbares — bis ein Reifen Sie auf einer heißen Autobahn weit von zu Hause im Stich lässt. Zehn Minuten Kontrolle vor der Abfahrt können Ihnen Stunden am Straßenrand ersparen. Hier eine unkomplizierte Checkliste, die jeder Fahrer am Wochenende vor der Abreise durchgehen kann.

Prüfen Sie den Druck — kalt

Prüfen Sie den Druck immer, wenn die Reifen kalt sind, das Auto also ein paar Stunden nicht gefahren wurde. Die richtigen Werte finden Sie auf dem Aufkleber im Türrahmen der Fahrerseite oder im Handbuch, und denken Sie daran, dass es meist einen höheren Wert für ein voll beladenes Auto gibt.

  • Ein Frankreich-Urlaub heißt ein beladenes Auto — Mitfahrer, Gepäck, vielleicht eine Dachbox — nutzen Sie also die Beladen-Werte, nicht die Alltagswerte.
  • Zu wenig aufgepumpte Reifen laufen heiß, und Hitze plus eine lange Autobahnfahrt ist das klassische Rezept für einen Reifenplatzer, besonders im provenzalischen Sommer.
  • Vergessen Sie das Ersatzrad nicht, falls vorhanden — ein plattes Ersatzrad nützt niemandem.

Sehen Sie sich das Profil an

Das gesetzliche Minimum in Frankreich liegt bei 1,6 mm Profil über die mittleren drei Viertel des Reifens, aber für eine lange Reise bei wechselndem Wetter wollen Sie wirklich mehr als das nackte Minimum.

  • Nutzen Sie die Verschleißanzeiger — die kleinen erhöhten Stege in den Rillen. Ist das Profil auf ihrer Höhe, ist der Reifen fertig.
  • Prüfen Sie auf ungleichmäßigen Verschleiß, der auf Spur- oder Druckprobleme hindeuten kann, die es vor der Fahrt zu klären lohnt.
  • Ist ein Reifen grenzwertig, ersetzen Sie ihn jetzt, statt ihn im Ausland zu riskieren. Bedenken Sie, dass Reifen paarweise montiert werden, planen Sie also mit zweien.

Untersuchen Sie die Seitenwände

Fahren Sie mit der Hand um jede Seitenwand und achten Sie auf Schnitte, Risse oder Beulen. Eine Beule bedeutet, dass die innere Struktur versagt hat und der Reifen ohne Vorwarnung nachgeben könnte — er muss vor jeder langen Fahrt ersetzt werden. Feine Risse im Gummi sind ein Zeichen des Alters.

Bedenken Sie das Alter Ihrer Reifen

Reifen altern mit der Zeit ebenso wie mit der Laufleistung. Finden Sie die vierstellige DOT-Datumsangabe auf der Seitenwand — die ersten beiden Ziffern sind die Woche, die letzten beiden das Jahr. Reifen, die mehrere Jahre alt sind, können selbst bei gutem Profil verhärtet und weniger sicher sein, beziehen Sie das Alter also in Ihre Entscheidung ein.

Packen Sie die Pflichtausrüstung ein

Frankreich verlangt bestimmte Dinge per Gesetz, und es ist leichter, sie zu Hause zu besorgen als an einer französischen Tankstelle:

  • Eine Warnweste für den Fahrer, griffbereit im Innenraum verstaut — idealerweise eine für jeden Mitfahrer.
  • Ein Warndreieck.
  • Scheinwerfer-Aufkleber, falls Ihr Auto sie braucht, damit Sie den Gegenverkehr nicht blenden.

Kennen Sie Ihre Ersatzrad-Lage

Öffnen Sie den Kofferraum und prüfen Sie, was Sie tatsächlich haben: ein vollwertiges Ersatzrad, ein Notrad oder nur ein Dichtmittel-Set. Ist es nur ein Set, seien Sie sich bewusst, dass es kleine Einstiche in der Lauffläche bewältigt und nicht mehr. So oder so: Haben Sie einen Plan, wen Sie anrufen, wenn ein Reifen unterwegs schwer versagt.

Falls Sie etwas vergessen haben oder in Schwierigkeiten geraten

Selbst mit bester Vorbereitung servieren französische Straßen Schlaglöcher, Schmutz und brutale Sommerhitze. Fangen Sie sich rund um Lyon oder irgendwo an der Var-Küste einen Einstich oder Reifenplatzer ein, müssen Sie sich nicht zu einer Werkstatt quälen — wir bringen die Reifen zu Ihnen und montieren sie, wo Sie sicher gehalten haben. Rufen Sie an, verständigen Sie sich mit uns auf Englisch und kommen Sie mit möglichst wenig Aufwand wieder auf die Straße.

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